Am 22. Oktober 2023 wählte mich die stimmberechtigte Bevölkerung des Kantons Zürich mit 92’462 Stimmen in den Nationalrat. Mein Name wurde damit vom SP-Listenplatz 20 auf Platz 8 katapultiert – ein historisch ungewöhnlicher Wahlerfolg.

Im Dezember 2023 wurde ich als Nationalrätin vereidigt. Passend zu meinem Beruf als Autorin bin ich Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK). Hier findest du meine bisher eingereichten Vorstösse und hier meine aktuellen Wortmeldungen.

Nationalrätin zu sein, ist eine Gruppenaufgabe: An den folgenden Schwerpunkten arbeite ich nicht allein, sondern in sorgfältiger Zusammenarbeit mit verbündeten Politiker*innen und Organisationen.

LGBTIQ

Wir alle haben ein Leben in Sicherheit und Würde verdient. Deshalb setze ich mich seit über zehn Jahren für queere Menschen ein, also Personen, die nicht in gängige Geschlechtertraditionen passen: unsere lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans und intergeschlechtlichen Mitmenschen. Wir brauchen Gesetze, eine Gesundheitsversorgung und ein Bildungssystem, die dieser Vielfalt gewachsen sind. Als bisexuelle Frau bin ich übrigens eine von insgesamt vier geouteten frauenliebenden Parlamentarierinnen – so viel wie noch nie zuvor.

Tierrechte

Tiere sind leidensfähige Wesen und erfahren von uns Menschen Gewalt und Ausbeutung. Im Bundeshaus arbeite ich an einer tierfreundlichen Schweiz. Unter anderem engagiere ich mich für ein Importverbot von tierquälerischen Produkten wie Pelz oder Stopfleber und für ein Verbot besonders lauter privater Feuerwerke.

Jugend

Junge Menschen sind in der Schweizer Politik untervertreten. Mit Jahrgang 1990 gehöre ich noch immer zu den zehn jüngsten der 246 Parlamentsmitglieder! Dabei sind genau junge Generationen am meisten von der Zukunft, über die wir entscheiden, betroffen. Deshalb betreibe ich politische Bildungsarbeit: mit meinen Online-Kanälen, Schulbesuchen und meinen Texten erreiche ich so Hunderttauende junger Menschen zu Themen wie Demokratie, Selbstbestimmung und psychische Gesundheit.

Feminismus

In der Schweiz ist die Gleichstellung von Mann und Frau zwar in der Verfassung verankert, ist aber faktisch in zahlreichen Bereichen bei Weitem noch nicht erreicht. Frauen sind in der Schweiz unter anderem im Erwerbsleben benachteiligt, erfahren verschiedenste Formen von Gewalt und Diskriminierung. Als feministische Nationalrätin arbeite ich an griffigeren Gesetzen, umfassender Gewaltbekämpfung nicht zuletzt einem fairen öffentlichen Diskurs.